Wenn der unnachahmliche Jazzgrande und Gitarrenvirtuose Harri Stojka seine fließenden Melodien und seine in atemberaubendem Tempo vorgetragenen Soli mit imensem technischen Können und spielerischer Souveränität aus der Gitarre holt, dann sind unbändige Spiellust und ungezähmte Lebensfreude am Werk! Emotion pur, wuchtig, maßlos und ansteckend!

Wenn der Wiener Harald Wakar Stojka in die Saiten haut, geht die Post ab. Ein HiEnergy-Rocker der alten Schule, der auch gut auf frühe Alben von Deep Purple oder besser noch zu Black Sabbath gepasst hätte, der aber auch mit thrashigem Surf Punk an Link Wray erinnern kann, um dann im freien Flug gleich maI bei Sonny Sharrock vorbeizushredden. Harri Stojka spielt Gitarre, Bass, ist Bandleader, Sänger und angesehener Jazz-Musiker. Und so geht er auch das Thema Hendrix erwartungsgemäß unverkrampft an – er macht uns hier nicht den Jimi, sondern Harri interpretiert Jimi: straight rockend, rough, mit krachendem Live- Charme und ausgiebigen Soli.

Und Harri-Stojka-Soli wie das in ,All Atong The Watchtower’, gespielt auf seiner 1968er Gibson Les Paul Gotdtop mit P90-Pickups, zeigen, dass der Herr sein lnstrument verdammt gut zu nutzen weiß. Das hat er aber schon auf über zwanzig anderen Alben bewiesen. Begleitet wird Stojka bei ,Salut To Jimi Hendrix’ nur von Drummer Sigi Meier, alle weiteren lnstrumente und Vocals hat er selbst eingespielt. Zwischen den Jimi-Hits gibt’s auch ein paar Eigenkompositionen; der letzte Track heißt ,Jimi’ und ist eine sehr eigenwillige kleine Klang-Cottage, die wirklich schräg und spannend rüberkommt. Da wünscht man sich direkt, dass Harri Stojka dieses Album noch mal in genau dem Stil dieses Tracks remixt und eine abgedrehte Free-Jazz-Version nachIiefert. Sympathischer Musiker, der macht was er will. Gitarre & Bass – DAS MUSIKER-FACHMAGAZIN / t – 04.21

Zu Harri Stojka „psycho guitar“ CD
Dass sich der Künstler auf sein Können verlassen kann, kann ihn dazu verführen, sich auf sein Können zu verlassen. Der wahre Künstler aber muss sich immer aufs Neue erfinden, muss sich immer aufs Neue einer Aufgabe stellen, an der er scheitern könnte. Dieses Risiko, diese Radikalität ist Harri Stojka mit der Produktion seiner neuen Platte eingegangen. Alle zwölf Stücke beginnen dort, wo andere große Musiker mit Recht und zufrieden sagen könnten, sie hätten ihr Ziel erreicht. Bei der Vollendung beginnt das Neue. Große Kunst ist immer in Bewegung, sie ist nie angekommen und damit nie am Ende. Ein schöner, aufregender, bewegender, glücklicher Beweis dafür: „Psycho Guitar“ von Harri Stojka!
Michael Köhlmeier – Schriftsteller

Auf den CD-Beginn, wenn Harri Stojka ohne Umschweife loslegt, sollten Sie innerlich gefasst sein. Die Musik schlägt ein, der Wiener Gitarrist schießt seine Tonkaskaden in einer Geschwindigkeit ab, dass sie zu wildem Sound zusammenschmelzen. Danach wird es nur um Nuancen sanfter. Gerade vom expressiven Zugriff auf das Repertoire auch des Jazzrock rührt jedoch der Charme der Neuheit. Zumeist im Duo mit Drummer Alex Deutsch wandert Stojka von Miles Davis (deftig bluesig: Jean-Pierre) zu Stratus von Billy Cobham. Ein Ausnahmevirtuose geht an die Grenzen des Expressiven. Aufwühlend
Ljubisa Tosic – “Der gute Ton“ Der Standard

.. wuchtig… und stets phänomenal virtuos bei den eigenen Stücken (Tag der Rotwein-Nasen, Black Groove, Miles). Jazzrock zum Durchlüften der Ohren und auch wundervoll gefühlvolle Interpretationen z.B. Miles Davis’ Jean-Pierre.
Werner Rosenberger – Kurier

Tambour, lieber Harri! Gnadenlos, kompromisslos, reine Avantgarde! Alles aus einer Hand. Meine Gratulation zu Deinem Mut! …wie ein Ritt auf einer Rasierklinge über einem endlos gähnenden Abgrund, alles riskierend und dennoch alles meisternd…
Wolfgang Tambour – Bildender Künstler

“Harri is he real thing! All the passion and burning musicianship is there, jumping off his music! It’s won-derful to hear someone so dedicated and committed to gypsy jazz music.”
(CARL VERHEYEN)

Er brennt wie eine Kerze an beiden Enden. Man fühlt es, wie er brennt, um eher jetzt als gleich mit seinem Solo gefühlte Tausende Tönen auszuschütten, so eng aneinander gekettet, dass man kaum noch von Melodien, eher schon von vulkanischen Eruptionen sprechen muss.

Wenn der unnachahmliche Jazzgrande und Gitarrenvirtuose Harri Stojka seine fließenden Melodien und seine in atemberaubendem Tempo vorgetragenen Soli mit immensem technischen Können und spielerischer Souveränität aus der Gitarre holt, dann sind unbändige Spiellust und ungezähmte Lebensfreude am Werk! Emotion pur, wuchtig, maßlos und ansteckend!

DAS DUO: Harri Stojka & Walter Schmögner „a guada tog, oder a zprackta braucht kann karakta“ ein charmantes Gemeinschaftswerk von Stojka und Schmögner!
Zwei Meister der Fingerfertigkeit.

Spezieller Dialog: Ihr Buch mit dem schönen Titel „a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta” ist eine Sammlung von Mundartgedichten, die Stojka seit einiger Zeit als künstlerische Zusatzaktivität zu seiner Tätigkeit als Musiker entdeckt hat. Mit jedem Gedicht tritt Schmögner als Zeichner in eine, in seine ganz spezielle Art des Dialogs, sodass sich die Texte und Zeichnungen zu einem größeren Ganzen fügen, als jedes Element für sich genommen beanspruchen könnte.

Stojkas Gedichte reihen sich in eine lange Tradition von Wiener Mundartgedichten ein (Hammerschlag, Weinheber, Artmann, Bayer, Rühm etc. you name them), und vielen der großen Vorfahren kann er problemlos das Wasser reichen. Die Ingredienzen von Stojkas Poesie sind klassische Wiener Ingredienzen: Hamur, Melancholie, Skurrilität und natürlich die Dauerpräsenz jener urwienerischen Popularfigur mit dem Namen „Tod“ („da tood hood iin schuuali ghoit“). All diese wunderbaren Skurrilitäten von Stojka sind, wie gesagt, aufs Gekonnteste umrundet von Schmögner kongenialen Zeichnungen – beides zeugt von einer ebenso produktiven wie inspirierenden Künstlerfreundschaft.

LINER NOTES von FRANK HOFFMANN
HARRI STOJKA’S INDIA EXPRESS

Der Ursprung der Lovara wird wie der der Roma und Sinti in Indien vermutet, von wo sie vor Jahrhunderten aufgebrochen sein sollen um mit Pferd und Wagen schließlich nach Europa zu gelangen. Die Überlebenden der apokalyptischen Katastrophe des Hitler´schen Vernichtungswahnsinns und ihre Kinder sind heute geachtete Mitbürger und im Falle des fantastischen Musikers Harri Stojka weit darüber hinaus hoch geschätzte, ja: geliebte Zeitgenossen.

Ich habe Harri Stojka über die Jazz-Schiene kennen und schätzen gelernt. Seine Solo-LP, 1981 beim Festival von Montreux aufgenommen, wird von mir nach wie vor wie ein lieb gewordenes Juwel behandelt.

Nun hat sich Gitarrist Harri mit Geiger Mosa Sisic im Jahr 2010 auf die Suche nach seinen persönlichen wie musikalischen Wurzeln gemacht, ist in der indischen Region von Rajasthan fündig geworden und von dieser Reise gibt es ein höchst amüsantes „Road Movie“, das schon erfolgreich in den österreichischen Kinos gelaufen ist. In diesem Film sieht man u.a. wie die begeisternde musikalische Sensibilität von Harri – aber auch von Mosa – es den beiden „fahrenden“ Musikanten erlaubt, sich den musikalischen wie auch den außerordentlich komplizierten rhythmischen Vorgaben ihrer Kollegen aus Rajasthan in idealer Weise zu öffnen und anzuschließen. Aus dieser erstaunlichen musikalischen Synthese sowie aus dem Wunsch beider musikalischen „Hemisphären“, sich nicht wieder aus den Augen zu verlieren, ist das Projekt „India Express“ entstanden, das Ihnen hier vorliegt.

Ich wünsche Harri, Mosa, Hafeez, Aditya und allen anderen Mitwirkenden an diesem schillernden Zeugnis weltumspannender musikalischer Zusammenarbeit allseits die begeisterte Akzeptanz, die sie bei mir gefunden hat.

Frank Hoffmann
Oktober 2012

Ein Abend der Freude und Lebendigkeit der Roma-Musik
Harri Stojka Quartet in der Kunstschmiede
Pünktlich „stürmte“ seine Band auf die Bühne und begann einen Wirbelwind an Jazzmusik, Lebensfreude, Lebensbegeisterung und Volkskunst, wie ich es in meiner 30jährigen Jazzrezeption noch nie gesehen habe. In 10 Sekundenabstand wurden berühmte Stücke von Reinhardt und Eigenkompositionen vom einem „ der bedeutendsten österreichischen Jazz-Musiker der Gegenwart (laut Wikipädia) in solch einer Geschwindigkeit vorgetragen, dass seine Hände nicht mehr sichtbar für die Augen waren, nicht nur für den Fotoapparat. Nach einer Viertelstunde viel meine „Lade oba!“ und mein Gehirn hörte auf, diese Skalen und Pattern nachzuvollziehen, die wie bei Coltrane, der mit seinem „Sheets of Musik“ schon in den 60iger Jahren, die Melodie eines Stückes mit vielen Tönen umspielte. Doch das hier war mehr ein „Tube of Musik“ aus einer Ebene, die nichts mehr mit dem „normalen“ Gitarrenspiel zu tun hat. Ich habe John Mclaughlin, Larry Coryell, Al Di Meola, Jo Pass, Paco de Lucia und auch Bireli Lagrene schon gesehen, aber das hier war weit über deren Standard.
Diese Gehirnausschaltung wirkte fast schon therapeutisch, und ließ meinen Körper sich öffnen für Gefühle von Liebe, Traurigkeit und Glückseeligkeit, einer Lebendigkeit und Lebensfreude, die Harri Stojka „Gipsysoul“ nennt, und die die ganze Lebensphilosophie eines der „schönsten“ Völker der Welt ins Herz fließen lässt, auch wenn unsere Vorväter meinten, dass sie dieses Volk jahrhundertelang verabscheuen, verdrängen, verbannen oder vernichten dürften.
Hier wurde wieder das berühmte Zitat von Walter Richard Langer (ORF) über Harri Stojka sprichwörtlich spürbar: „Viel Bluesfeeling, immense gitarristische Technik, die mit soviel spielerischer Souveränität dargeboten wird, dass man sie fast für selbstverständlich nimmt.“
Das spürten auch die Besucher dieses fast intimen musikalischen Freudenfestes, da das Publikum mit Herzensrufen und Begeisterung ihre Dankbarkeit dieser „starken Gefühle“ zum Ausdruck brachten.
(Gresten, Kunstschmiede)

98 86
Und weil aller guten Dinge drei sind, schließen wir mit einem weiteren großartigen Jazzgitarristen, mit Harri Stojka. Ergo lassen wir alle hochgeistige Kunstmusik hinter uns und springen hinein in ein grooviges Jazz-Wellnessvergnügen, bei dem die Sechzehntelnoten nur so von den Saiten hüpfen. Auf»98 86« (Gipsy Production) hat Stojka ein fünfköpfiges Ensemble versammelt, mit dem er astrein in klassische Jazzgefide abtaucht und gewissermaßen einen Django Reinhardt auf Fullspeed abliefert. Das fetzt ganz gewaltig, wenn auch mitunter fast schon zwangsweise. Selbst auf einer Blues-Ballade wie dem Miles Davis-Stück »Blue in Green« (übrigens eher schrill arrangiert), kommt es beim Solieren ständig zu Hochgeschwindigkeitskaskaden, aber well, warum wenige (wehmütige) Noten machen, wenn man viele (geile) Noten machen kann? Das bitte bloß nicht als Gemecker missverstehen, »98 86« ist purer Hörspaß, ein jazziger Wirbelwind, der sich gewaschen hat bzw. uns die Ohren auswäscht. Unverständlich ist nur, warum Stojka seiner Band einen so faden Titel gegeben hat. Harri Stojka Fetz Ensemble wäre die viel passendere Wahl gewesen.

98 86
RASENDE SPIELLUST Schneller, schneller – Harri Stojka. Der heimische Jazzgrande lebt auf der Gitarre seit jeher etwas aus, das man das Restless-Fingers-Syndrom nennen könnte. Steckt aber keine Angeberei dahinter, sondern rasende Spiellust. Die Rahmenbedingungen dafür sind ideal auf dem neuen Album: Bevorzugt in höchsten Temporegionen unterwegs, frönt Stojkas Quintett stark dem Bebop. CHRISTOPH IRRGEHER (WIENER ZEITUNG NOV. 2016)

98 86
Doch angesichts dieser wirklich phänomenalen Band und ihrer absolut ekstatischen Versionen von Klassikern wie „Impressions“, ihrer Ausdrucksbreite bis hin zu auch etwas sentimentalen Eigenkompositionen („Valerie“) und ihres immer wieder total mitreißenden Zusammenspiels ist man durch aus geneigt, darin einen der seltenen Fälle der Übereinstimmung von PR und Wirklichkeit zu sehen. MICHAEL LOHR (AKKUSTIK GITARRE – MÄRZ-APRIL 2016)

98 86
JAZZPODIUM – FEB. 2016 Er brennt wie eine Kerze an beiden Enden. Man fühlt es, wie er brennt, um eher jetzt als gleich mit seinem Solo gefühlte Tausende von Tönen auszuschütten, so eng aneinander gekettet, dass man kaum noch von Melodien, eher schon von vulkanischen Eruptionen sprechen musste. Was Harri Stojka aus der Gitarre holt, ist Emotion pur, wuchtig, maßlos. So war das immer. Er passt in kein Klischee, nirgendwo rein.

 

REFERENZ AN DIE PILZKÖPFE
Der Ausnahmegitarrist Harri Stojka gastiert mit seiner Hommage an die legendären Pilzköpfe aus Liverpool. Stojka interpretiert die weltbekannten Hits auf seine ganz eigene Art und Weise. Wunderschön die fließenden Melodielinien, die Stojka auf der Gitarre legt, mit immensem technischen Können und spielerischer Souveränität seine in atemberaubendem Tempo vorgetragenen Soli und Links. Mal sehr kraftvoll, mal als Ballade („If I Fell“ und vor allem – einer der Höhepunkte – „Oh Darling“), stets war die Spielfreude des Künstlers greifbar. Eine gelungene Referenz an die Beatles! ANDREAS WÖCKINGER (KRONE O.Ö. 2017)

DIE FLINKSTEN FINGER WEIT UND BREIT
Gipsy-Swing: Das „Harri Stojka Trio“ begeisterte in Kufstein Furiosen Gipsy-Swing konnte man sich vergangene Woche genehmigen. Harri Stojka zählt – solo und in verschiedensten Formationen – seit den 70er-Jahren zu den umtriebigsten österreichischen Musikern im weiten Feld zwischen Jazz, Blues, Rock und Gipsy-Soul. An diesem Abend widmete er sich ganz dem klassischen Gipsy-Swing. Stojka begeisterte mit seinem schwindelerregend schnellen, bisweilen ungestümen und unkonventionellen Gitarrenspiel und spornte auch seine kongenialen Bandkollegen zu instrumentalen Bravourstücken an: Claudius Jelinek brillierte mit kristallklaren Gitarrenläufen, während Peter Strutzenberger seinen Kontrabass gekonnt zupfte, strich und slappte. Die Reise durch den Jazz der Roma und Sinti geriet mitreißend und energiegeladen – und trotz aller ausgedehnten solistischen Ausflge – zum Glück nie zu selbstverliebt. Schön auch, dass sich die drei Könner nicht als Puristen erwiesen: Eigenkompositionen von Stojka (Romano Suno / Gipsy Dream) waren ebenso zu hören wie das berühmte jiddische Swingstück „Bei mir bist du sheyn“. Einmal streuten die Spaßvögel sogar die Titelmelodie der „Flintstones“ in ihren rasanten Melodienreigen ein. Das Publikum reagierte euphorisch, sparte nicht mit Zwischenapplaus und lautstaren Anfeuerungsrufen, sodass auch die Musiker sichtlich (und hörbar) großen Spaß hatten. MICHAEL DOMANIG (RUNDSCHAU KULTUR – JÄNNER 2014)

DIE GRENZEN LÖSEN SICH PLÖTZLICH AUF
Stuttgart Harri Stojka India Express begeistert beim Festival der Kulturen.

Schon die an Volten reichen Abenteuerromane, die Harri Stojka seiner Gitarre entlockt, lassen einen fassungslos staunen. Hochkomplexe Läufe in unglaublicher Geschwindigkeit kredenzt er mit großer Lässigkeit. Sein Spiel ist pure Virtuosität – und doch niemals nur Können um des Zeigenwollens wegen. Der Gitarrist, einer der besten Österreichs, ist ein fulminanter Geschichtenerzähler, dessen Alphabet aus sechs Stahlsaiten besteht, die jede menschliche Regung universell verständlich abzubilden und auszuloten vermögen. Leidenschaft, Lust, Sehnsucht, Triumph und Traurigkeit – Harri Stojka erzählt davon und genießt es. Wenn er auf der Bühne nicht gerade lacht, dann lächelt er. Hier spielt ein glücklicher Mensch.

Vor ein paar Jahren hat sich der Vollblutmusiker, einer der prominentesten Roma seiner alpenländischen Heimat, nach Indien aufgemacht, um seinen kulturellen Wurzeln nachzuspüren. Herausgekommen ist dabei eine Virtuosensammlung aus fünf Indern und vier Österreichern namens Harri Stojka India Express. Ihr Konzert auf dem Stuttgarter Marktplatz ist eine der gewagtesten Begegnungsshows des sechs Tage währenden Sommerfestivals der Kulturen. Und eine rundum geglückte.

Denn Harri Stojka stellt seine atemberaubende Könnerschaft in den Dienst lauter hoch spannender Dialoge mit ihrerseits hoch talentierten Musikern. Gitarre triff Tabla, Tabla triff Slapbass. Gitarre triff Sitar, die plötzlich wie eine verzerrte E-Gitarre klingt. Und mitten im fein strukturiertem Brausen begegnen sich Jelena Krstics sehnsuchtvoller Gesang auf Romanes und Kutle Khans akrobatische Tonjonglage auf Rajasthani. Prasselnde Gipsy-Rhythmen vermengen sich mit flirrenden Raga-Sounds. Und nicht zuletzt: Indische Hochkultur und österreichische U-Musik gehen auf so hinreißend selbstverständlliche Weise einen Bund ein, dass sich die Grenzen nicht nur auflösen: Harri Stojka India Express führt Grenzen ad absurdum. Das Publikum auf dem Stuttgarter Marktplatz (90 000 Menschen besuchten laut Veranstalter das Sommerfestival der Kulturen) jubelt vollkommen begeistert. Das Fremde ist da längst ein Freund geworden. Und am Schluss singen Menschen aus aller Herren Länder auf dem Marktplatz gemeinsam Verse auf Urdu, die nur die wenigsten verstehen. Das setzt Vertrauen voraus. Harri Stojka und seine Verbündeten haben es verdient. MICHAEL WERNER (STUTTGARTER ZEITUNG – JULI 2014)

HARRI STOJKA HOT CLUB DE VIENNE
Swing. Musik mit Herz und Seele: Gipsy Swing unlimited. Es braucht nur wenige Töne, um die ganz eigene musikalische Handschrift von Österreichs Roma-Botschafter zu erkennen und zu lieben.