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HARRI STOJKA – A SONG FOR MY DADDY

Elbphilharmonie Hamburg Platz d. Deutschen Einheit 4, Hamburg

Der Gitarrenvirtuose und die verschollenen KZ-Gedichte seines Vaters. Gesprächskonzert - Reflektor André Heller

Stojkas Vater Johann »Mongo« Stojka überlebte als eines von wenigen Familienmitgliedern den Völkermord der Nationalsozialisten an den Sinti:zze und Rom:nja, den Porajmos. Im Konzentrationslager Buchenwald verfasste er als 13-Jähriger ein Büchlein mit Gedichten und Zeichnungen, das über acht Jahrzehnte in verschiedenen Archiven lag, dann in die Holocaust Gallery des Imperial War Museum in London kam und dort erst Stojka zugeordnet wurde – eine kleine Sensation für die Familie.

Der österreichische Musiker und Journalist Robert Rotifer (FM4, Ö1, Deutschlandfunk Kultur, Rolling Stone) war im Januar 2024 dabei, als Stojka zum ersten Mal das Kindheitswerk seines Vaters im Original sah. In der Elbphilharmonie sprechen die beiden auf der Bühne über die bewegende Geschichte dieses außergewöhnlichen Funds. Im Anschluss daran zelebriert Harri Stojka gemeinsam mit Claudius Jelinek in einem furiosen akustischen Gitarren-Set die Unsterblichkeit und den Lebensmut der Roma:nja-Kultur im Angesicht von Diskriminierung und Völkermord auf die ihm liebste Art: Mit der Gitarre unter seinen flinken Fingern.