Biografie

One of Austria's greatest jazz musicans has musical roots that run deep: He comes from a Roma Gipsy family that surrounded him with rythm and harmony before he could even talk. 

Austrian Culture Forum

Was Harri Stojka bei Konzerten darbietet, ist kaum zu beschreiben, jedenfalls nicht nur mit dem simplen Wort Gipsyjazz. Harri Stojka, echter Wiener und Rom in einer Person, und seine Band verwandelten den Konzertsaal in einen wahren Hexenkessel. Gefühle von Liebe, Trauer und herrlicher Glückseligkeit wechselten sich nahezu pausenlos ab. Die Zuhörer hörten Geschichten, deren Worte sie zwar nicht verstanden, doch deren Töne sich tief in Herz und Verstand einprägten. Gleich den Emotionen wechselten auch die Tempi der Musiker von schmelzender, klagender Langsamkeit jenseits aller Zeit bis zu unglaublichem, kaum erfassbarem Tempo. Zu beklagen war eigentlich nur das unwiederbringliche Ende von "Romanshago – zu Deutsch: Roma Sein/Lebensstil" des Konzertes.
– laut Kritik Elke Böcker, „NR“ vom 29.4.06

Harri Stojka, Gitarrist, Produzent, Komponist, Arrangeur und Sänger, begann seine Laufbahn 1970 mit der Formation Jano + Harri Stojka im legendären 20er Haus, der damaligen Wiener Arena. Bald darauf stieg der junge Autodidakt als Bassist in die Band „Gipsy-Love“ ein und spielte als Gitarrist bei Peter Wolfs musikalischen Projekten. 1974 gründete er den "Harri Stojka Express", der als einzige österreichische Gruppe neben Jimmi Cliff, Eric Burdon, Van Morrison und Carlos Santana beim Open Air Festival im Wiener Prater Stadion aufgetreten ist. Es folgte eine Einladung zum renomierten Jazzfestival Montreux, wo Harri Stojka neben Larry Coryell im Rahmen des "Guitar-Summit" spielte. Dieser Auftritt vor einem höchst versierten Fachpublikum, wo ihm auch Musikerkollegen der Weltklasse Anerkennung zollten, brachte Harri den Durchbruch. Die LP "Live at Montreux" liefert ein stimmungsvolles Zeugnis für den Beginn dieser beeindruckenden Weltkarriere. 

Seitdem avancierte Harri Stojka zu einem der wichtigsten Jazzmusiker. Es folgten Einladungen zu Jazz Festivals als Headliner:Marianne Mendt Jazzfestival St. Pölten, Gipsy Jazz Festivals in Paris, Anger, London, Barcelona, Kathmandu, New Delhi, New York, Syracuse, Detroit, Saalfelden, Graz, Vienna, Jakarta, Yogjakarta, Rieve de Gier, Moers, Bolzano, Bad Liebenzell, Montreux, Carthago, Jazzweekend Regensbrug, Kahmoro Festivalin Prag, Sziget Festival Budapest, dem berühmten Django Reinhardt Memorial Festival in Augsburg, Kultursommer St. Paul, Wiesen, Bardenfestival in Nürnberg, Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart, Dehradun, Güssinger Kultursommer, u.v.m.

Der Wiener Harri Stojka entstammt einer Lovara-Rom-Dynastie, die vor 160 Jahren aus der Walachei kam und sich in Wien zum Leben und Arbeiten niederließ. Die Familie hatte im Zweiten Weltkrieg viele Opfer zu beklagen - von vielen Verwandten überlebte sein Vater Mongo das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, Buchenwald sowie Flossenbürg und den berüchtigten Todesmarsch durch die Befreiung der 3. US-Armee unter General Patton. Immer wieder engagiert sich Harri Stojka in Projekten, die dem Gedenken und der Aufarbeitung dieser Zeit gewidmet sind. So will die 2005 entstandene CD „Garude Apsa“/ „Verborgene Tränen“ an die musikalischen Wurzeln der Roma erinnern, um der heutigen Generation Stolz und Mut für die Zukunft zu geben. In einem Europa, das sich zunehmend politisch zu der Roma-Kultur bekennt, hat Harri Stojka, neben seiner Tätigkeit als Musiker, die Kampagne „Ich bin gegen das Wort Zigeuner und für das Wort Rom“ ins Leben gerufen die öffentliches und internationales Interesse hervorgerufen hat.

Die Philosophie, die hinter seiner Musik steht ist ganz einfach Spass, Freude an der Musik. Obwohl Harri Stojka bereits eine Vielzahl von Tonträgern machte, standen und stehen bei ihm Live Konzerte an oberster Stelle seiner künstlerischen Tätigkeit. Vermutlich auch deshalb, weil gerade die direkte Interaktion bei der Live Musik es ihm ermöglicht, seine Qualitäten noch besser seinem Publikum zu vermitteln. Harri Stojka ist ein Musiker, der sich ständig weiterentwickelt und offen ist für neue Strömungen in der Musik.Seine Vielseitigkeit erlaubt ihm in verschiedenen Projekten hundertprozentig zu überzeugen. Daraus resultieren die vielen verschiedenen Projekte.

Harri Stojka hat etwas geschafft, was sich viele wünschen – einen eigenen Gitarrenstil zu kreieren und  schon nach wenigen Tönen in der Solistik als Harri Stojka erkennbar zu sein.Was Harri Stojkas Gitarrenspiel ausmacht ist seine Virtuosität gepaart mit Blues feeling, der besondere Drive, das Phrasing und der Sound seiner Gipsy Jazz Akustikgitarre. Er ist in vielen Musikrichtungen zu Hause, von Pop bis Avantgarde Jazz, von Gipsy Swing bis Bebop und Hard Rock. Mit dieser Vielseitigkeit und mit dem ständigen Weiterentwickeln seiner Musik hat Harri Stojka viele Gitarristen beeinflußt und engagiert sich ebenso für Nachwuchsmusiker. Der begnadete Musiker, der die Jugend fördernde Musik-Dozent, der politisch engagierte Mensch und langjährig weltweit erfolgreiche Weltmusik/Jazz/Swing-Stargitarrist Harri Stojka hat die österreichische Musikgeschichte wesentlich beeinflusst.


2005 wurde Harri Stojkas CD „A Tribute to Swing“ in Deutschland für den Echo Preis nominiert - zur besten CD Produktion aus dem Ausland.

2010 Kinostart des Dokumentarfilms: „Gypsy Spirit, Harri Stojka eine Reise“

2011 wurde der Film „Gypsy Spirit, Harri Stojka eine Reise“ mit einer Romy zum besten Kino Dokumentarfilm ausgezeichnet.

2013 wurde Harri Stojka mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet

2016 wurde Harri Stojka zum "Österreicher des Jahres 2016" nominiert.

Erscheinung des MundArt Gedichtbandes "a guada tog"

CD Produktion „DJANGOIZING“ zusammen mit José Feliciano mit anschließender Europa/USA Tournee

 

Presse-Echo

„Harri is he real thing! All the passion and burning musicianship is there, jumping off his music! It’s wonderful to hear someone so dedicated and committed to gypsy jazz music.“ (Supertramp Musiker: Carl Verheyen)


DIE GRENZEN LÖSEN SICH PLÖTZLICH AUF

Stuttgart Harri Stojka India Express begeistert beim Festival der Kulturen.

Schon die an Volten reichen Abenteuerromane, die Harri Stojka seiner Gitarre entlockt, lassen einen fassungslos

staunen. Hochkomplexe Läufe in unglaublicher Geschwindigkeit kredenzt er mit großer Lässigkeit.

Sein Spiel ist pure Virtuosität – und doch niemals nur Können um des Zeigenwollens wegen. Der Gitarrist, einer der besten Österreichs, ist ein fulminanter Geschichtenerzähler, dessen Alphabet aus sechs Stahlsaiten besteht, die jede menschliche Regung universell verständlich abzubilden und auszuloten vermögen. Leidenschaft, Lust, Sehnsucht, Triumph und Traurigkeit – Harri Stojka erzählt davon und genießt es. Wenn er auf der Bühne nicht gerade lacht, dann lächelt er. Hier spielt ein glücklicher Mensch.

Vor ein paar Jahren hat sich der Vollblutmusiker, einer der prominentesten Roma seiner alpenländischen

Heimat, nach Indien aufgemacht, um seinen kulturellen Wurzeln nachzuspühren. Herausgekommen ist dabei eine

Virtuosensammlung aus fünf Indern und vier Österreichern namens Harri Stojka India Express. Harri Stojka stellt seine atemberaubende Könnerschaft in den Dienst lauter hoch spannender Dialoge mit ihrerseits hoch talentierten Musikern. Prasselnde Gipsy-Rhythmen vermengen sich mit flirrenden Raga-Sounds. Und nicht zuletzt: Indische Hochkultur und österreichische U-Musik gehen auf so hinreißend selbstverständliche Weise einen Bund ein, dass sich die Grenzen nicht nur auflösen: Harri Stojka India Express führt Grenzen ad absurdum.

Das Publikum jubelte vollkommen begeistert. Das Fremde ist da längst ein freund geworden. Und am Schluss singen Menschen aus aller Herren Länder gemeinsam Verse auf Urdu, die nur die wenigsten verstehen. Das setzt Vertrauen voraus. Harri Stojka und seine Verbündeten haben es verdient. (Stuttgarter Zeitung: Michael Werner)

 

“On A Tribute to Gypsy Swing, the Austrian-born guitarist burns up the fretboard with astounding technique

that combines strength, speed, finesse, and soul into one scintillating package.” (Bill Milkowsky)

 

Stojka is a fluent, agile guitarist with a flair for arranging. (Philip van Vleck)

 

“Song For My Daddy,” have found a fertile path for renovating the canonical position of his favorite style. (sudden-thoughts.com)

 

It is obvious when listening to his current record that Harri Stojka is an artist that plays for his listeners

rather his own self-indulgence. He is a talent to be sure, and worthy of your utmost attention. (Brie Austin)

 

An ocean and continent away, Austrian guitarist Harri Stojka channels the spirit of Django Reinhardt

with his collection of gypsy jazz, A Tribute to Gypsy Swing. On this recording, Stojka readily illustrates

the facile ability of the gypsy artists, as well as Le Quintette Du Hot Club De France, of taking not only Eastern

European folk melodies and those from American Tin Pan Alley, straining them through the same filter and

creating a new brand of jazz that still today sounds revolutionary. A Tribute To Gypsy Swing is beautifully authentic and fresh. This recording should satisfy even the fussiest purest. (C. Michael Bailey)

 

If you like swing, you‘ll love this album: it‘s a happy, hip-swinging, toe-tapping tribute to what Stojka calls

“old-fashioned jazz”. A joyful album, lovingly put together by the ever smiley Harri Stoljka and his band.

– Proving that the “deeply engrained gypsy musicality and the spirit of jazz could merge in an exciting,

explosive and deeply touching mixture” is the overriding mission in the music of Stojka. The type of music

found on A Tribute To Gypsy Music is not his only iron in the fire - he also lends his abilities to other

projects ranging from mainstream to fusion and experimental jazz. Highly recommended. (Robert Calder)

 

 Der Meistergitarrist spielt in großer Besetzung europäische Klassiker der Roma-Musik. .... Gitarrist Stojka spielt einige seiner schnellsten Läufe ever. Die wirkliche Heimat des fahrenden Volks dürfte tatsächlich ihre Musik sein. So entspannt, so lebensfroh - auch in den melancholischen Passagen - hat man Stojka noch nie gehört. (Die Presse: Samir Köck)

 

Der 1953 verstorbene Django ist nicht der einzig gebliebene. Es gibt viele zeitgenössische Roma- und Sinti Jazzer, darunter der weit über die Grenzen bekannte Gitarrist Harri Stojka. Harri Stojka überragt sie alle.
Django forever, Stojka too.

Ein Gitarrenspiel, das weit weg von Mittelmäßigkeit ist. Sehr weit weg. Gespielt von einem Gitarristen, der sich in Österreich zwischen vielen (wenn nicht allen) Stühlen verliert. Das ist gut so, wie ich meine. Dass auch  der Musiker Harri Stojka ob seiner Begabung stilistischer Vielfalt kein Genredenken entwickelte, rückt ihn ins Licht des Genialen. Instrumentale Stücke zu Gehör gebracht, ist Sehnsuchtslyrik und Harri Stojka erzählt von dieser Sehnsucht mit seinem grandiosen Gitarrenspiel. (Jazzzeit: Manfred Horak)